Noch alles drin

Drei Niederlagen in Folge fördern natürlich nicht gerade den Optimismus, was das Ziel Klassenerhalt betrifft. Um ganz nüchtern den Überblick zu behalten, was noch möglich und was noch nötig ist, habe ich mal eine eigene Seite für die Mission 21 eingerichtet.

Kommentare und Diskussionen sind natürlich sehr willkommen.

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Tätää, tätää

Draußen lärmt der Faschingsumzug und drinnen muss man sich ein 0:1 gegen Nürnberg anschauen – wieviel schlimmer kann ein Sonntagnachmittag noch werden?

In der ersten Halbzeit konnte der SVWW den Club noch auf sein Niveau hinunterziehen, was dann auf beiden Seiten so aussah, dass die Abwehrreihen einigermaßen sicher standen und die jeweils ziemlich einfallslosen und/oder ungenauen Angriffsversuche des Gegners recht problemlos unterbinden konnten. Nachdem schon über eine Stunde gespielt war, kam Nürnberg zum ersten richtigen Torschuss, den Alex Walke aber abwehren konnte. Fünf Minuten später dann doch das 1:0 für die Gastgeber, was aber nicht hätte zählen dürfen, da Torschütze Eigler klar im Abseits stand. Der Schiri und sein Assistent haben’s nicht gesehen, sehr bitter. Ein paar Minuten später dann aber Wehen im Glück als Mintal nach Durcheinander im Strafraum aus wenigen Metern nur den Pfosten trifft. Das war’s aber auch so ziemlich, ein großes Aufbäumen gegen die Niederlage war nicht zu spüren. Ernsthafte Torchancen für den SVWW: keine.

Nicht, dass ich mir aus diesem Spiel 3 Punkte für unsere Mannschaft ausgerechnet hätte, aber so schwach wie Nürnberg war, hätte es schon wenigstens einer sein dürfen. Wenn das irreguläre Tor nicht gezählt hätte, wär’s vielleicht sogar ein Unentschieden geworden. Insgesamt ist das aber alles zu wenig, um den Verbleib in der zweiten Liga zu rechtfertigen. So plump das klingt: zum Gewinnen (und oft auch für ein Unentschieden) muss man mindestens ein Tor schießen. Hinten sicher stehen und darauf hoffen, dass vielleicht mal ein langer Ball vom Gegner nicht problemlos geklärt wird und stattdessen einem unserer Stürmer vor die Füße fällt, kann wohl kaum das Konzept für den eigenen Erfolg sein.

Zu allem Überfluss punkten der FSV Frankfurt und die Tus Koblenz in letzter Zeit und haben sich aktuell schon mal von den Abstiegsplätzen entfernt. Dort stehen vor uns momentan Rostock und Osnabrück, aber ich gehe davon aus, dass diese beiden Mannschaften irgendwann auch wieder das Siegen entdecken.

Für uns geht’s am Freitag gegen den Tabellenführer SC Freiburg. Nun denn.

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Auf ein Neues

Eins gleich vorweg: ich werde in dieser Spieltagsvorschau die anderen Spiele nicht thematisieren. Solange wir selbst nicht punkten, brauchen wir auch nicht großartig ausrechnen, wo man idealerweise nach dem Spieltag in der Tabelle stehen könnte. Fakt ist: der SVWW ist Letzter und hat ein Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg vor der Brust.

So weit, so schlecht.

Hat man außerdem noch die alte Börsenregel „the trend is your friend“ im Hinterkopf, kann man nicht viel Gutes für den Sonntag erwarten. Kurzer Rückblick auf die Ergebnisse der Pflichtspiele in 2009: glücklicher Sieg, verdienter Sieg, unglückliche Niederlage, verdiente Niederlage. Wenn man da unbedingt einen Trend erkennen will, dann ging’s erst hoch und gleich wieder runter. Aber was kommt nach „verdiente Niederlage“? Im schlimmsten Fall gibt’s eine Klatsche, klar, aber ebenso wie an der Börse weiß man eben vorher nie so recht, was als nächstes kommt. Sicher ist nur, dass es hinterher jeder schon vorher gewusst hat. Aber gut, lassen wir das.

Unter der Woche gab’s ein Testspiel gegen die TSG Hoffenheim, was sogar mit 2:1 gewonnen wurde, aber daraus kann man sicherlich nicht allzu viele Rückschlüsse ziehen. Immerhin hat sich Levan Tskitishvili anscheinend ganz ordentlich präsentiert (ich konnte das Spiel selbst leider nicht sehen) und wird am Sonntag wohl Madi ersetzen, der wegen einer Adduktorenzerrung nicht spielen kann. Ebenfalls nicht spielen kann der erkankte Sanibal Orahovac, sodass Erwin Koen vermutlich wieder beginnen darf. Benjamin Hübner fiel gegen Hoffenheim auch positiv auf, ebenso Dominik Stroh-Engel. Ich schätze, dass beide zwar nicht in der Startelf stehen, aber dann irgendwann eingewechselt werden. Ganz sicher nicht eigewechselt wird Vlado Jeknic, der nach dürftiger Leistung gegen Koblenz an diesem Wochenende nicht mal im Kader der ersten Mannschaft steht. Auf seine Position rückt wieder Marko Kopilas und wird hoffentlich der Abwehr wieder mehr Sicherheit geben.

Aufgrund des unglücklichen Ende im Hinspiel stünde uns mindestens ein Punkt zu, aber das wird die Clubberer mit Sicherheit nicht interessieren. Aber es hilft ja nichts, wenn wir aus den restlichen 14 Spielen noch mindestens 18 Punkte holen wollen, sollten die Jungs am besten gleich am Sonntag die Mission 21 fortsetzen. Bei mir ist nach dem tiefen Frust des letzten Wochenendes zumindest wieder ein bisschen Hoffnung da. Zumindest bis Sonntag um 14 Uhr.

Und was kommt jetzt?

Das Spiel gegen Koblenz, das eigentlich gewonnen werden musste, wurde verloren. Auf klägliche Weise. Am Sonntag darf der SVWW in Nürnberg beim Club antreten, der aktuell auf Platz 7 steht, bis gestern immerhin 8 Spiele hintereinander unbesiegt war und wohl auch noch gewisse Aufstiegshoffnungen hegt. Diese haben allerdings zuletzt in Aachen einen heftigen Dämpfer erhalten, als die Franken mit 2:6 untergingen. Genau, gegen exakt die Alemannia, die in der Woche zuvor mit nur viel Glück ein Unentschieden gegen Rostock holte und vor zwei Wochen in Wiesbaden verlor. Bestätigt mal wieder eine meiner Lieblingsthesen: in der Liga sind so ziemlich alle Ergebnisse möglich, jederzeit.

Das ist aktuell auch mein einziger Hoffnungsschimmer, denn rein sachlich betrachtet gibt’s gerade nicht viele gute Argumente, die für unser Team sprechen. Selbst wenn die schlechte Leistung vom Freitag nur ein einmaliger Ausrutscher war, macht das Programm der nächsten Wochen nicht viel Mut, dass selbst bei besserer Leistung auch die Ergebnisse positiver werden. Nach dem Spiel in Nürnberg kommt der SC Freiburg nach Wiesbaden, dann geht’s nach Ahlen und dann folgt das Heimspiel gegen Mainz. Gegen diese drei Gegner gab’s in der Hinrunde für uns böse auf die Mütze.

Das Hinspiel gegen Nürnberg ging 2:2 aus, was nach 2:0-Führung extrem bitter für uns war. Der Ausgleich fiel erst in der Nachspielzeit, Torschütze war Angelos Charisteas. Der spielt mittlerweile in Leverkusen und wird am Sonntag garantiert kein Tor gegen uns schießen. Ist doch schon mal was.

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Erkenntnis #1

„Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen.“

Wolfgang Frank blickt nach vorne.

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